Das Theaterstück 2011

Köddel aus Kaffeebohnen „Wer hat mir auf den Kopf gemacht?“ fragte der Maulwurf
Knapp 500 kleine und große Zuschauer füllen die Halle, um das diesjährige Weihnachtsstück des Kindergartens Oerel zu sehen.

Oerel (dib). Jedes Jahr auf Neue trumpft der Kindergarten Oerel mit einem selbst inszenierten Theaterstück auf. Dass die Zuschauer mit hohen Erwartungen in die Vorstellungen in der Schulturnhalle gehen, weiß Leiterin Adelheid Pohl: „Wir sind seit Jahren bekannt dafür, immer etwas Besonderes zu machen und sind stets für eine Überraschung gut.“ In diesem Jahr brachen sie mit der Umsetzung des beliebten Kinderbuches „Vom kleinen Maulwurf, der wissen wollte, wer ihm auf den Kopf gemacht hat“ von Werner Holzwarth einige Tabus. Groß und Klein amüsierten sich prächtig.

 


 

Bilderbuchkino: Vor dem Theaterstück führten die Vorschulmädchen eine Dia-Show auf.

Der Kindergarten Oerel beherbergt etwa 100 Kinder in sechs Gruppen vom Krippen- bis zum Einschulungsalter. Da verwundert es nicht, dass die Halle, die der Aufführung als Theatersaal diente, zum Bersten voll war. Knapp 500 Gäste fanden sich ein, um mit ihren Kindern das ungewöhnliche Stück zu sehen. Es war sogar Besuch aus Hamburg angereist. Bereits als der Vorschulchor zur Einstimmung sang, war die Aufregung deutlich zu spüren. Danach stellten die Vorschulmädchen in einer riesigen Beamer-Show vorbereitend das Buch vor.

 

Endlich traf der Maulwurf auf die Experten...

Das eigentliche Theaterstück begann mit Vogelgezwitscher. Als der Vorhang sich öffnete, nahmen die Kinder fasziniert jedes Detail des Bühnenbildes in sich auf. Es gab viel zu entdecken. Nicht nur die Tiere waren lebendig, sondern auch in den Bäumen steckten Schauspieler (Bärbel Fischer, Margret Brünjes, Heike Meyer-Alpers). Die lehrreiche Geschichte entlockte den Zuschauern so manches Mal ein „Iiiiih“, das sogleich aber in ein herzliches Lachen überging.

 

...die genau analysieren konnten, wer ihm auf den Kopf gemacht hatte.

Jemand hatte dem Maulwurf (Beate Wehber) auf den Kopf gemacht, als er in seinen Bau kriechen wollte. Auf seiner Suche nach dem Übeltäter begegnete er Taube (Anke Noetzel), Ziege (Anke Wölki), Pferd (Silvia Monsees), Kuh (Jessica Pott), Schwein (Meike Ringe) und Hasen (Martin Brunkhorst, Iris Vagts, Wiebke Reinhardt). Endlich traf der Maulwurf auf die Experten: Die Fliegen (Sina Baumgarten, Susanne Schmidt) erkannten am Geschmack genau, von wem die übel riechende „Kopfbedeckung“ stammte.

 

Gleich bekommt der Übeltäter seine Abreibung.

Haushund Hans-Heinrich (Anita Münch) bekam zur Strafe im Schlaf ebenfalls ein Würstchen auf den Kopf. Vorleserin Ulrike Cordes begleitete die Aufführung. Die Idee und die Choreographie hatte die Stellvertretende Leiterin Anke Noetzel übernommen.

 

Strafe muss sein: Am Ende machte der Maulwurf dem Hund auf den Kopf.

Das etwas andere Weihnachtstheater präsentierte sich mit individuellen, größtenteils selbst hergestellten überaus ansprechenden Kostümen der Mitarbeiter, die so viel Spielfreude und Situationskomik einbrachten. Die zuvor lauten und aufgeregten Kinder verfolgten mucksmäuschenstill mit Spannung ein Theater mit einem Thema, das Kleininder bis Ende der Grundschulzeit natürlich sehr interessiert. Vor allem versuchten sie hochkonzentriert, alle ihre Erzieher in den Kostümen zu erkennen.

 

Bei Bühnenbild und Kostümen gab es viel zu entdecken...

Diese waren besonders kreativ und entwickelten eigene Techniken, um darzustellen, „wie sie machten“. Die tänzelnde Taube ließ ein Joghurt-Quark Gemisch fallen, die Kuh Spinat, die Ziege Malzbonbons. Der Hase warf mit Freude seine „Endprodukte“ in die erschrockenen Zuschauerreihen.

 

 

...alle Darsteller hatten jede Menge Spaß bei Vorbereitung und Aufführung.

Beruhigt durfte man aber feststellen, dass es Kaffeebohnen waren. Die Vorstellungskraft ließ die Zuschauer manchmal schaudern. „Schweinchen“ Meike Ringe verriet: „Bei mir war es Schokopudding aus der Zahnpastatube.“ Sie hatte den Pudding mit Hilfe einer Tülle in die Tube gespritzt. Auch die erwachsenen Zuschauer hatten ihren Spaß am Erkennen und Entdecken.

 

 

Die jüngsten Zuschauer riefen lauthals nach einer Zugabe. Adelheid Pohl versprach ihnen, dass man das Stück im Kindergarten noch einmal nachspielen werde. „Wichtig für die Kinder: kurz und knackig“, erklärte die Erzieherin später. Mit dem speziellen Stück hätten Erwachsene vielleicht Probleme, aber für die Kinder sei es ein tolles lehrreiches Thema.

 

Austoben durften sich alle Kinder im Anschluss, denn sie hatten genügend Zeit und Freiraum, das Bühnenbild zu erkunden und zu erspielen. So konnten die Kinder auch mit den Figuren auf Tuchfühlung gehen. Nebenher verkaufte die Buchhandlung Hajo Morgenstern aus Bremervörde die Kinderbücher in unterschiedlichen Ausgaben. Während der gesamten Veranstaltung bot die Schülerfirma „Bistro“ unter Leitung von Karin Ropers verschiedene Speisen und Getränke an.

 

http://de-de.facebook.com/note.php?note_id=173124822709957

 

( Direkter Link zur Facebookseite )

Bürgermeister der

Gemeinde Oerel

 

Marco Noetzelmann

Weißdornweg 7

27432 Oerel

 

Tel.: 0172/7829406

Mail: mnoetzelmann@web.de